Potenziale für Demand Side Management

Technisches und wirtschaftliches Potenzial für Demand Side Management

Bei der Betrachtung des Potenzials für Demand Side Management in einem Unternehmen ist zwischen technischem und wirtschaftlichem Potenzial zu unterscheiden. Das technische Potenzial wird durch den Leistungsbedarf der Prozesse und Anwendungen in einem Unternehmen bestimmt. Begrenzt wird es durch technische Rahmenbedingungen wie Möglichkeiten für einen Teillastbetrieb oder die Nutzung von Speichern. Auch tageszeitliche und saisonale Verfügbarkeiten von Lasten sind für das technische Potenzial maßgeblich.

Das wirtschaftliche Lastpotenzial ist die Teilmenge des technischen Potenzials, die sich wirtschaftlich erschließen lässt. Beim wirtschaftlichen Potenzial liegt also der finanzielle Aufwand für die Realisierung der Potenziale unter den dadurch zu erzielenden Erlösen. Es entsteht für das Unternehmen keine größere Einschränkung der Wertschöpfung.

In wenigen Schritten Potenziale identifizieren

Um die Möglichkeiten für den Einsatz von Demand Side Management im eigenen Betrieb zu prüfen, ist in der Regel eine Potenzialanalyse der erste Schritt. Diese kann direkt im Rahmen eines bereits vorhandenen betrieblichen Energiemanagements erfolgen. Werden Prozesse identifiziert, die entsprechende Basiskriterien für eine Vermarktung erfüllen, werden diese dann im Rahmen einer Detailanalyse näher betrachtet.

Realisierbare DSM-Potenziale bei energieintensiven Prozessen (Quelle Fraunhofer ISI)
Anwendung Max. Leistungsbedarf in MWVerlagerungsdauer in hHäufigkeitÖkonomisches Potenzial nach AbLAV in MW
Rohmehl und Zememtmühlen 130bis zu 4, zum Teil länger20 bis 50 malca. 50
Holzschleifer (Papierherstellung) mind. 902, zum Teil länger20 bis 50 malca. 90
Chlorelektrolyse250220 bis 50 malca. 160
Stahlofen200220 bis 50 mal

ca. 150

Wirtschaftlichkeit bewerten

Anhand der Erschließungskosten und möglicher Vermarktungserlöse wird anschließend bewertet, ob sich die identifizierten Potenziale wirtschaftlich heben lassen.