Glossar

Aggregator (siehe auch DSM-Vermarkter)

Dienstleistungsunternehmen für die Vermarktung flexibler Lasten. Ein Aggregator fasst verschiedene Lasten in einem Pool zusammen und vermarktet diese dann als gemeinsames Angebot.

Akkumulator

Ein Akkumulator dient der Stromspeicherung. Er besteht aus Sekundärzellen, die bei ihrer Entladung chemische Energie in elektrische Energie umwandeln. Im Gegensatz zu Primärzellen (Anwendung in Batterien) können Sekundärzellen durch elektrischen Strom wieder aufgeladen werden.

Anfahrtszeit

Anfahrtszeit eines Kraftwerks ist die Zeit, die zwischen der Aktivierung eines Kraftwerks im Stillstand und der Stromeinspeisung vergeht.

Ausgleichsenergie

Benötigte Energie, um die Abweichung der realen Elektrizitätsnachfrage vom Fahrplan eines Bilanzkreises auszugleichen.

Bilanzkreis

Der Bilanzkreis ist ein Energiemengenkonto zur Saldierung u. a. von Erzeugung und Verbrauch. Zwischen Netzbetreibern und Netzbenutzern gibt es eine vertragliche Vereinbarung um innerhalb des Bilanzkreises eine ausgeglichene Leistungsbilanz herbeizuführen.

Bilanzkreise stellen das zentrale Abrechnungsinstrument für Stromlieferungen innerhalb des deutschen Energiemarktes dar. Jede Stromeinspeise- oder Stromentnahmestelle in Deutschland ist einem Bilanzkreis zugeordnet. In einzelnen Bilanzkreisen können eine Vielzahl von solchen Stellen zusammengefasst werden.

Bilanzkreisverantwortlicher

Verantwortlicher der gegenüber dem Netzbetreiber für den Ausgleich der Leistungsbilanz des Bilanzkreises aus administrativer und kommerzieller Sicht verantwortlich ist.

Blockheizkraftwerk (BHKW)

Anlagen, in denen gleichzeitig Strom und Wärme erzeugt wird, werden allgemein als Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen (KWK-Anlagen) bezeichnet.

Erfolgt die gekoppelte Strom- und Wärmeerzeugung in einer kompakten, dezentralen Anlage und nicht in einem großen Heizkraftwerk, dann spricht man von Blockheizkraftwerken (BHKW).

Blockheizkraftwerke sind kompakte Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen, die der kombinierten Strom-/Wärme-Erzeugung dienen. BHKWs werden mit fossilen Brennstoffen (Öl oder Gas) oder mit erneuerbaren Treibstoffen (Biogas, Biodiesel) betrieben. Die bei der Stromproduktion erzeugte (Ab-)Wärme wird z. B. zur Gebäudeheizung genutzt. Durch die doppelte Energieausnutzung (Strom und Wärme) erhöht sich der Wirkungsgrad (d.h. die Brennstoffaus-nutzung) der Anlage auf ca. 85 Prozent.

Bundesbedarfsplan

Der Bundesbedarfsplan stellt die energiewirtschaftliche Notwendigkeit und den vordringlichen Bedarf der enthaltenen Vorhaben zur Optimierung, Verstärkung und Ausbau der Stromnetze fest. Der Bundes-bedarfsplan ist für die Betreiber von Übertragungsnetzen und für die relevanten Planungs- und Genehmigungsverfahren verbindlich. Die wesentlichen Inputgrößen für den Bedarfsplan sind der aktuelle Netzentwicklungsplan und die Ergebnisse des Umweltberichts.

Bundesfachplanung

Das Ziel der Bundesfachplanung ist es, für alle im Bundesbedarfsplan aufgeführten länderübergreifenden und grenzüberschreitenden Neubauprojekte für Höchstspannungsleitungen geeignete Trassenkorridore zu bestimmen. Die Bundesfachplanung beginnt auf Antrag eines für ein Vorhaben verantwortlichen Übertragungsnetzbetreibers. Das Ergebnis der Bundesfachplanung geht in den Bundesnetzplan ein.

Bruttostromerzeugung

Bruttostromerzeugung bezeichnet die gesamte in Kraftwerken erzeugte Strommenge, einschließlich des Eigenverbrauchs der Anlagen und der Leitungsverluste. Es ist die generierte elektrische Arbeit eines Erzeugers, gemessen an den Generatorklemmen.

Bruttostromerzeugungskapazität

Installierte Leistung zur Bruttostromerzeugung. Siehe Bruttostromerzeugung.

CO2-Zertifikate

Im Rahmen eines Emissionshandels bedeutet ein CO2-Zertifikat die Berechtigung zum Ausstoß einer bestimmten Menge an Kohlenstoffdioxid oder eines anderen Treibhausgases mit äquivalentem Erderwärmungspotenzial (CO2-Äquivalent) in die Atmosphäre.

Contracting

Der Begriff Contracting bezeichnet in der Praxis energiebezogene Dienstleistungen für Liegenschaften (d. h. Grundstücksverbünde inkl. der zugehörigen Gebäude), wie beispielsweise die Versorgung mit Ver-brauchsmedien wie Wärme, Elektrizität, Kälte und Licht.
Contracting ist eine vertraglich vereinbarte Dienstleistung zwischen dem Eigentümer und einem Ener-giedienstleister (Contractor). Der Contractor führt Maßnahmen zur Energieeinsparung durch bzw. ge-währleistet die Lieferung der Verbrauchsmedien. Seine Aufwendungen refinanziert der Contractor durch eine Beteiligung an den eingesparten Energiekosten (Energiespar-Contracting) oder durch ein Entgelt für die gelieferten Medien wie Wärme, Kälte oder Strom (Energieliefer-Contracting).

Day-ahead-Markt

Teilmarkt der deutschen Strombörse auf dem Strom für den nächsten Tag auktioniert  wird.

Demand Side Management (DSM)

Unter DSM wird sowohl die zeitliche Verschiebung der Stromnachfrage, als auch die gezielte Beeinflussung der Nachfragehöhe (vor allem Einsparung von Nachfrage) verstanden.

DSM-Vermarkter (siehe auch Aggregator)

Dienstleistungsunternehmen für die Vermarktung flexibler Lasten. Ein Aggregator fasst verschiedene Lasten in einem Pool zusammen und vermarktet diese dann als gemeinsames Angebot.

 

 

Endenergie

Als Endenergie wird der Energieinhalt von Energieträgern bezeichnet, die der Endverbraucher bezieht. Endenergie resultiert aus Sekundär- oder ggf. Primärenergie, vermindert um Umwandlungs- und Vertei-lungsverluste, Eigenverbrauch und nicht energetischen Verbrauch.

Endenergieträger

Als Endenergieträger werden alle Energieträger verstanden, die vom Endverbraucher zur Deckung des Energiebedarfs eingesetzt werden.
Beispiele für Endenergieträger sind:

  • Heizöl im Tank des Endverbrauchers,
  • Holzhackschnitzel vor der Feuerungsanlage oder,
  • Fernwärme an der Hausübergabestation.

Energieaudit

Ein Energieaudit ist ein systematisches Verfahren zur Erlangung ausreichender Informationen über das bestehende Energieverbrauchsprofil eines Gebäudes oder einer Gebäudegruppe, eines Betriebsablaufs in der Industrie oder einer Industrieanlage oder privater oder öffentlicher Dienstleistungen, zur Ermittlung und Quantifizierung der Möglichkeiten für wirtschaftliche Energieeinsparungen und Erfassung der Ergebnisse in einem Bericht.

Energiedienstleister

Ein Energiedienstleister ist eine natürliche oder juristische Person, die
Energiedienstleistungen oder andere Energieeffizienzmaßnahmen für Endkunden erbringt oder durchführt und dabei in gewissem Umfang finanzielle Risiken trägt, wobei sich das Entgelt für die erbrachten Dienstleistungen ganz oder teilweise nach der Erzielung von Energieeffizienzverbesserungen und der Erfüllung der anderen vereinbarten Leistungskriterien richtet.

Energiedienstleistung

Eine Energieeffizienzdienstleistung ist eine Tätigkeit, die auf der Grundlage eines Vertrags erbracht wird und in der Regel zu überprüfbaren und mess- oder schätzbaren Energieeffizienzverbesserungen oder Primärenergieeinsparungen sowie zu einem physikalischen Nutzeffekt, einem Nutzwert oder zu Vorteilen als Ergebnis derKombination von Energie mit energieeffizienter Technologie oder mit Maßnahmen wie beispielsweise Betriebs-, Instandhaltungs- und Kontrollaktivitäten führt.

Energieeffizienz

Energieeffizienz ist das Verhältnis von Ertrag an Leistung, Dienstleistungen, Waren oder Energie zum Energieeinsatz.

Energieeffizienzmaßnahmen

Energieeffizienzmaßnahmen sind alle Maßnahmen, die in der Regel zu überprüfbaren und der Höhe nach mess- oder schätzbaren Energieeffizienzverbesserungen führen.

Energiemanagement

Energiemanagement ist die effiziente Organisation von Energieerzeugung und -verbrauch, zum Beispiel in einem Unternehmen oder einer öffentlichen Einrichtung.

Energiespeicher

Ein Speicher ist eine technische Maßnahme zur Überbrückung der zeitlichen Differenz zwischen Energie-gewinnung und Energieverbrauch. Speicher für elektrische Energie werden in den unterschiedlichsten Anwendungen und Dimensionen eingesetzt. Energiespeicher werden nach der gespeicherten (Haupt-)Energieform klassifiziert:

  • Thermische Energie: Wärmespeicher, Fernwärmespeicher
  • Chemische Energie: anorganisch (galvanische Zelle (Akkumulator, Batterie), Redox-Flow-Zelle, Wasserstoff, Batterie-Speicherkraftwerk), organisch (Kohlenhydrate, Fette)
  • Mechanische Energie
  • Kinetische Energie (Bewegungsenergie): Schwungrad bzw. Schwung-radspeicher
  • Potenzielle Energie (Lageenergie): Feder, Pumpspeicherkraftwerk, Druckluftspeicherkraftwerk
  • Elektrische Energie: Kondensator, Supraleitender Magnetischer Energiespeicher

Daneben wird der Begriff teils auch für Behälter benutzt, die selbst keine Energie, sondern Brenn- oder Kraftstoffe aufnehmen:

  • Kavernenspeicher für Rohöl, Erdgas und Druckluft
  • Porenspeicher für Erdgas
  • Lagertank und Kraftstofftank
  • Adsorptionsspeicher

Erntefaktor

Der Erntefaktor eines Kraftwerks ist das Verhältnis zwischen der über die gesamte Lebensdauer gewonnenen Nutzenergie und der eingesetzten Energie.

Einfach gesagt, gibt er Antwort auf die Frage: „Wie oft bekommt man die hineingesteckte Energie wieder heraus?“ Werte über 1 bedeuten eine positive Gesamt-Energiebilanz.

Typische Werte sind:
Kohlekraftwerk: ca. 0,3
Kernkraftwerk: ca. 0,3100 (je nach Berechnungsmethode)
Wasserkraftwerk: ca. 50.180
Windenergieanlage: ca. 30.100
Photovoltaikanlage: ca. 338 (je nach Technologie und Standort)

Fernwärme

Fernwärme ist thermische Energie zur Raumheizung, Warmwasser- und Prozesswärmebereitstellung, die vom Erzeuger an Verbraucher geliefert und dabei meist in Heißwassernetzen über größere Entfernungen (> 450 Meter) transportiert wird. Bei kürzeren Transportentfernungen bis 450 Meter spricht man von Nahwärme.

Fernwärme stellt eine Möglichkeit dar, die Primärenergieausnutzung thermischer Kraftwerke zu erhöhen, indem man die entstehende Abwärme mittels sogenannter Kraft-Wärme-Kopplung nutzt. Neben diesen Heizkraftwerken existieren auch reine (Fern-)Heizwerke (ohne Stromerzeugung), z. B. Müllverbrennungsanlagen.

Fossile Brennstoffe

Zu den fossilen Brennstoffen gehören Erdöl, Erdgas, Braunkohle und Steinkohle. Alle fossilen Brennstoffe sind im Laufe von Jahrmillionen durch physikalische und biologische Veränderungen unter Druck und Luftabschluss aus pflanzlichem oder tierischem Material entstanden.
Der Hauptbestandteil ist immer Kohlenstoff, der bei der Verbrennung zum klimawirksamen Kohlendioxid umgewandelt wird. Neben dem Kohlendioxid werden als Schadstoffe je nach Zusammensetzung des Brennstoffes in unterschiedlichen Mengen auch Schwefeldioxid und Stickoxide freigesetzt.

Gaskraftwerk

In einem Gaskraftwerk wird über die Verbrennung von Gas eine Turbine angetrieben und damit über einen Generator Strom erzeugt.

Gasturbine

Gasturbinen sind Verbrennungskraftmaschinen, bei der die Energie direkt in drehende Bewegung umge-setzt wird. Nach der Arbeitsleistung in der Turbine erzeugen die expandierten heißen Rauchgase Nutz-wärme. Sie verlassen die Turbine mit einem sehr hohen Luftüberschuss und einer Temperatur zwischen 450–600 °C. Der wesentliche Vorteil der Gasturbine für die Kraft-Wärme-Kopplung ist die Wärmeabfuhr über das Abgas auf hohem Temperaturniveau. Die spezifische Stromausbeute und der Gesamtnutzungsgrad sind niedriger als bei Verbrennungsmotoren. Gasturbinen gibt es in Leistungsgrößen von 0,5 bis 150 MWel. Anlagen über 5 MWel erreichen einen elektrischen Wirkungsgrad von 30 bis 35 Prozent. Nur bei Leistungen unter 1 MW sinkt der Wirkungsgrad auf 20 Prozent.

Gas- und Dampf-Kraftwerke

Kombinierter Gasturbinen- und Dampfprozess zur Stromerzeugung

Generator

Der mechanische (Strom-)Generator wandelt mechanische Energie - meistens in Form einer Drehbewegung - in elektrischen Strom um. Dazu wird eine Spule aus leitfähigem Material innerhalb eines Magnetfeldes so bewegt, dass sich der magnetische Fluss durch die Spule permanent ändert. Diese Änderung des magnetischen Flusses erzeugt elektrische Spannung in der Spule.

Eine Photovoltaik-Anlage erzeugt ebenfalls elektrischen Strom und wird deshalb als Generator bezeichnet. Im Gegensatz zum mechanischen Generator erfolgt hier die Stromerzeugung durch Umwandlung von Strahlungsenergie.

Geothermie

Die Wärme aus der Erde zu nutzen, ist das Ziel der Geothermie. Sie kann aus unterschiedlichen Tiefen en-tommen werden: Die oberflächennahe Wärme bis etwa einige 100 m Tiefe nutzen erdgekoppelte Wär-mepumpen. In größeren Tiefen werden die mancherorts im Gestein vorhandenen Schichten warmen Wassers durch die Tiefengeothermie erschlossen.

Gesicherte Leistung

Leistung, die von einem Erzeuger unter Berücksichtigung von technologiespezifischen Ausfallwahr-scheinlichkeiten durch Revisionen, technische Störungen etc. mit einer Wahrscheinlichkeit von mehr als 99,5 % bereit gestellt werden kann.

Gleichrichter

Ein Gleichrichter wandelt Wechselstrom in Gleichstrom um. Dies kann beispielsweise erforderlich sein, wenn ein gleichstrombetriebenes Gerät mit Wechselstrom aus dem Stromnetz versorgt werden soll.

Gleichstrom

Gleichstrom ist elektrischer Strom mit einer gleichbleibenden Fließrichtung (auch DC für „direct current“ genannt). Dabei wird zwischen konstantem Gleichstrom (Stromstärke gleichbleibend) und pulsierendem Gleichstrom (Stromstärke ändert sich periodisch) unterschieden.
Gleichstrom wird z. B. von Batterien und Photovoltaik-Anlagen erzeugt. Im Stromnetz der Energieversorger, und damit in den Steckdosen, wird Wechselstrom bereitgestellt. Für die Umwandlung von Gleich- in Wechselstrom ist der Einsatz von Wechselrichtern erforderlich.

Grenzkosten

Grenzkosten (oder Marginalkosten) sind die Kosten, die für Bereitstellung einer zusätzlichen Gütereinheit entstehen. Mit den Grenzkosten werden die variablen Betriebskosten gedeckt.

Grenzkuppelstellen

Netzverbindungsstellen zwischen zwei Ländern.

Grund-, Mittel-, und Spitzenlast

Die Nachfrage nach Elektrizität wird in drei Bereiche aufgeteilt.
Den Grundbedarf an Strom nennt man Grundlast (im Unterschied zu Mittellast und Spitzenlast). Er besteht unabhängig von allen Lastschwankungen. Die Grundlast wird von Kraftwerken gedeckt, die nahezu rund um die Uhr arbeiten. Zu diesen so genannten Grundleistungskraftwerken gehören in Deutschland vor allem Kernkraftwerke und Braunkohlekraftwerke.

Die zweite Ebene des Strombedarfs ist die Mittellast. Dabei handelt es sich um die regelmäßige Ausbuch-tung der Lastkurve oberhalb der Grundlast, etwa um den vermehrten Stromverbrauch mittags und abends. Diese stundenweise Belastung des Stromnetzes ist vorhersehbar und wird vor allem von Steinkoh-lekraftwerken abgedeckt.

Spitzenlaststrom wird benötigt, wenn zu bestimmten Tages- und/oder Jahreszeiten ein besonders hoher Strombedarf entsteht, z. B. bei Großveranstaltungen. Spitzenlaststrom wird meist von schnell regelbaren Kraftwerken z. B. von Pumpspeicherwerken und Gasturbinenkraftwerken zur Verfügung gestellt und ist wesentlich teuerer als Grundlast- und Mittellaststrom.

Heizkraftwerk

Ein Heizkraftwerk ist ein Kraftwerk, das sowohl Strom als auch Wärme erzeugt. Die entstehende Abwärme bei der Stromerzeugung dient Heizzwecken und wird in ein Fernwärmenetz eingespeist.
Kleine, kompakte Anlagen werden als Blockheizkraftwerke bezeichnet. Sie dienen der dezentralen Ener-gieversorgung. Eine Kraft-Wärme-Kopplung mit Brennwertkesseln ist derzeit eine der effizientesten Energienutzungsarten bei der Verbrennung fossiler Energieträger.

Heizwert

Der Heizwert eines Brennstoffes ist der Brennwert abzüglich der Kondensationswärme des Wasserdampfes. Der Heizwert beschreibt die bei einem Verbrennungsprozess maximal nutzbare Wärmemenge.
Maßeinheit: Kilojoule pro Kilogramm [KJ/kg]

Hochspannungsnetz

siehe auch Höchst-, Hoch-, Mittel- und Niederspannungsnetz.
Höchst-, Hoch-, Mittel- und Niederspannungsnetz
Höchstspannungsnetze dienen dem Ferntransport, an ihnen liegt eine Spannung von 220-380 kV an. Hochspannungsnetze sind für den überregionalen Transport ausgelegt, an ihnen liegt eine Spannung von 35-110 kV an.

Mittelspannungsnetzte sind für die regionale Verteilung zuständig, an Ihnen liegt eine Spannung von 1-30 kV an.
Niederspannungsnetze mit angeschlossenen Spannungen von 220-380 V dienen der Feinverteilung an die Endverbraucher.

Inselnetz


Ein Inselnetz ist ein Stromnetz ohne Verbindung zum öffentlichen (oder anderen) Stromnetzen. Die Stromversorgung muss darin autark (ohne Stromim- oder Export) erfolgen.

Kapazität

(Elektrische) Kapazität ist ein Maß für die Fähigkeit eines Systems oder Körpers (elektrische) Energie zu speichern.
Kathode (Elektrochemie)
In einer Batterie, einem Akkumulator oder einer Brennstoffzelle ist die Kathode die Elektrode, an der eine Reduktionsreaktion - also Elektronenaufnahme - stattfindet.

Kilowattstunde

Die Kilowattstunde (kWh) ist die gebräuchlichste Maßeinheit der elektrischen Arbeit: Arbeit ist gleich Leistung mal Zeit (1 kWh = 1 kW x 1h).
Ein Kraftwerk mit der Leistung von 150 Megawatt erzeugt bei Vollbetrieb in 10 Stunden 1.500 MWh. Eine Glühlampe mit 60 Watt (0,06 kW) verbraucht in 10 Stunden 0,6 kWh.

Kohlekraftwerk

Kohlekraftwerke tragen derzeit ungefähr zur Hälfte zur weltweiten Stromerzeugung bei und werden vor allem im Grundlastbereich als Großkraftwerke eingesetzt. Insgesamt sind in Deutschland derzeit etwa 50.000 Megawatt Leistung installiert.
Der energetische Wirkungsgrad von Kohlekraftwerken liegt zwischen 30 und 35 Prozent. Pro Tonne ein-gesetzter Kohle - in Abhängigkeit vom Kohlenstoffanteil der Kohle - entsteht eine bis zu dreifache Menge an CO2.

Kohlendioxid

Kohlendioxid (CO2) ist ein unsichtbares, geruchloses und in den üblichen Konzentrationen unschädliches Gas aus Kohlenstoff und Sauerstoff. In der Erdatmosphäre ist der Anteil des CO2 mit 0,036 Prozent im Ver-hältnis zu anderen Gasen eher gering.
Kohlendioxid ist ein klimawirksames Treibhausgas: Die Erhöhung der CO2-Konzentration wird durch die Nutzung fossiler Energieträger hervorgerufen und trägt zu einem großen Anteil zur Klimaerwärmung bei.

Kohlenmonoxid

Kohlenmonoxid (CO) entsteht, wenn bei der Verbrennung eines kohlenstoffhaltigen Brennstoffs (z. B. Kohle) nicht genügend Sauerstoff vorhanden ist (unvollständige Verbrennung). Kohlenmonoxid ist für den Menschen giftig.

Kollektor

In einer thermischen Solaranlage wandelt ein Kollektor mittels eines Absorbers die Sonnenstrahlung in Wärme um, die für Heizung, Brauchwassererwärmung oder thermische Lüftung genutzt werden kann. Sonnenkollektoren sind, neben Speicher und Regelung, die wichtigste Komponente einer thermischen Solaranlage.

Kondensator

Ein Kondensator kann Ladung aufnehmen und damit elektrische Energie speichern. Der Aufbau beinhaltet zwei elektrisch aufladbare Pole (sog. Elektroden), zwischen denen sich eine isolierende Schicht (Dielektrikum) befindet.

konventionelle Kraftwerke

Unter konventionellen Kraftwerken werden Kraftwerke verstanden, die zur Stromerzeugung auf fossile Brennstoffe (Braukohle, Steikohle, Erdgas, Erdöl und Torf) zurückgreifen.

Kraft-Wärme-Kopplung

Gekoppelte Erzeugung von mechanischer Energie und Wärme. Häufig wird die Stromerzeugung, mit der Erzeugung nutzbarer thermischer Energie für Heiz- oder Produktionszwecke gekoppelt.

Kraft-Wärme-Kopplung

Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) bedeutet die gleichzeitige Erzeugung von Wärme und Strom. Im Vergleich zur konventionellen, ungekoppelten Energieerzeugung zeichnet sich KWK durch höhere Gesamt-nutzungsgrade aus und nutzt somit große Effizienzpotenziale aus. Die Kraft-Wärme-Kopplung mit ener-getischen Gesamtnutzungsgraden von bis zu 90 Prozent hat bislang einen Anteil von ca. 12 Prozent an der deutschen Stromerzeugung.
Zur KWK stehen eine Reihe von mittlerweile ausgereiften Techniken zur Verfügung: Blockheizkraftwerk, Gasturbine mit Abhitzekessel (GT), Gas- und Dampfturbine (GuD), Brennstoffzellen-Anlage. Verschiedene Energieträger wie Heizöl, Erdgas, Deponiegas, Klärgas, Biogas oder Flüssiggas können dem Verbrennungskreis zugeführt werden.

Lastdaten  

Der in spezifischen Intervallen erfasste elektrische Energieverbrauch (kWh).

Lastganganalyse    

Systematische Aufbereitung und Auswertung von Haupt- und Unterlastgängen eines Stromverbrauchers mit dem Ziel Rückschlüsse auf die Eigenschaften des Stromverbrauchs machen zu können.

Lastglättung    

Verminderung von Nachfragespitzen und -tälern durch Verlagerung von regelbaren Lasten oder Erzeugern.

Lastmanagement    

Strategie zur gezielten Steuerung der Last in einem Energiesystem.

Lastausgleich    

Ein Lastausgleich im elektrischen Sinne ist die Verschiebung einer elektrischen Last.