Demand Side Management: So kalkulieren Unternehmen ihre Startinvestitionen

17. May 2016

Mit dem neuen DSM-Kostencheck der dena können Unternehmen in wenigen Schritten ermitteln, welche Kosten sie für die Einführung von Demand Side Management (DSM) überschlägig einkalkulieren müssen.

Um zu bewerten, ob  sich die Vermarktung von DSM-Potenzialen für ein Unternehmen rechnet, muss es den zu erwartenden Erlösen auch die entstehenden Kosten gegenüberstellen. Dazu gehören vor allem die Kosten für die Vorbereitung und Umsetzung von DSM. Der Kostencheck zeigt Unternehmen, an welcher Stelle und in welcher Größenordnung Kosten entstehen können. Diese lassen sich in thematische Blöcke einteilen. Sie umfassen unter anderem Personalkosten für die interne Vorbereitung sowie Personal- und Sachkosten für die Installation von Mess-, Steuer- und Regelungstechnik.

Der Nutzer kann den Kostencheck in allen Punkten an die spezifischen Bedingungen in seinem Unternehmen anpassen. Am Ende des Checks erhält er ein individuelles Ergebnis zum Ausdrucken für sein Unternehmen.

Zum Kostencheck: www.dsm-bayern.de/kostencheck  

Demand Side Management
Beim Demand Side Management optimieren Unternehmen ihren Strombezug im Hinblick auf die Erfordernisse des Stromnetzes oder auf die Preise am Stromspotmarkt. Dafür nutzen die Unternehmen die Prozesse, für die sich der Stromeinsatz variieren lässt, zum Beispiel Mühlen, Öfen oder Pumpen. Diese flexiblen Prozesse können sie dann beispielsweise nutzen, um den Übertragungsnetzbetreibern Regelleistung anzubieten. Die Übertragungsnetzbetreiber setzen Regelleistung dazu ein, um Differenzen zwischen Stromerzeugung und -last im Netz auszugleichen und es damit zu stabilisieren. Unternehmen können ihren Strombezug aber auch so verlagern, dass sie entweder mehr Strom nutzen, wenn die Preise an der Strombörse niedrig sind oder ihren Stromverbrauch reduzieren, wenn die Preise sehr hoch sind.

Pilotprojekt in Bayern

Das Pilotprojekt „Demand Side Management  Bayern“ wird von der dena mit Unterstützung des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie (StMWi) umgesetzt. Ziel ist es, den bayerischen Unternehmen bei der Einführung von Demand Side Management in der Praxis zu unterstützen. Erfahrungen zu sammeln und mithilfe der gewonnen Erkenntnisse das Geschäftsfeld für Unternehmen weiterzuentwickeln.