Forschungsprojekt gestartet: Ist die Lastflexibilisierung elektrochemischer Verfahren umsetzbar?

26. April 2018

Die TU Berlin erforscht und erprobt in dem Verbundprojekt „ChemEFlex“, ob es technisch machbar und wirtschaftlich sinnvoll ist, elektrochemische Verfahren an die schwankende Stromeinspeisung zu koppeln.

Chemische Verfahren wie die Chloralkali-Elektrolyse laufen sieben Tage in der Woche, 30 beziehungsweise 31 Tage im Monat, 365 Tage im Jahr. Dabei werden die wichtigen Grundchemikalien Chlor, Wasserstoff und Natronlauge hergestellt. Abgeschaltet werden die Anlagen nur dann, wenn sie gewartet werden müssen. Der elektrische Energieverbrauch in Deutschland ist bei der Chloralkali-Elektrolyse mit mehr als 15.000 Gigawattstunden pro Jahr bei einer Produktionsmenge von circa fünf Millionen Megatonnen enorm. Dies entspricht etwa dem jährlichen Energieverbrauch von vier Millionen Dreipersonenhaushalten.

Welchen Beitrag elektrochemische Prozesse wie die Chloralkali-Elektrolyse leisten können, um die schwankende Einspeisung erneuerbarer Energien in das Stromversorgungssystem zu integrieren – mit dieser Frage beschäftigen sich aktuell Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in dem interdisziplinären Verbundprojekt „ChemEFlex – Umsetzbarkeitsanalyse von Lastflexibilisierung elektrochemischer Verfahren in der Industrie“. Es wird von Prof. Dr.-Ing. George Tsatsaronis, Fachgebiet Energietechnik und Umweltschutz der TU Berlin, geleitet.

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